Chemie der Rosskastanie
Im Herbst sammeln Kinder gerne Kastanien und bauen daraus Figuren.
Die Schülerinnen und Schüler des Freigegenstandes NAWI 4 sammelten auch Kastanien und erforschten in praktischer Arbeit die chemischen Geheimnisse der Rosskastanie.
In einer intensiven fachlichen Recherche wurden wichtige Informationen zur Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und deren Früchte, den Rosskastanien, gesammelt und zusammengefasst.
Im praktischen Teil wurden die in der Rosskastanie enthaltenen Saponine für die Herstellung einer Flüssigseife verwendet. Saponine sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in Wasser seifenartige Lösungen bilden. Saponine werden als Lebensmittelzusatzstoff E999 in Zahnpasta, Getränken und Shampoos als Schaumbildner verwendet.
Die Rosskastanie enthält viel Stärke und Mineralstoffe. Die enthaltene Stärke wurde mittels Lugolscher Lösung und damit verbundener Blaufärbung nachgewiesen.
Ein frisch angeschnittener Rosskastanienzweig bildet in Wasser blau fluoreszierende Schlieren. Das im Zweig enthaltene Aesculin beginnt bei der Bestrahlung mit UV-Licht selbst zu leuchten. Aesculin wurde bereits 1929 als Aufheller für Wäsche verwendet.
Es war recht spannend zu erfahren, dass doch ganz schön viel Chemie in der gewöhnlichen Rosskastanie steckt!
Anmerkung: Ein großer Rosskastanienbaum kann über 200 Jahre alt werden und bis zu ca. 10 000 Früchte tragen.










